Rastlos erschöpft- Burnout
Sie befinden sich hier: Start Rastlos erschöpft – Burnout EINST GALT ES als Syndrom der hilflosen Helfer: Burnout wurde erstmalig 1974 vom amerikanischen Psychotherapeuten Herbert J. Freudenberger beschrieben. Man schrieb…
Haben wir wirklich einen freien Willen und treffen bewusst unsere Entscheidungen?
Oder werden wir von unserem Gehirn so geschickt gesteuert, dass wir nicht einmal merken, wenn sich unser Wesen verändert?
Für eine Reihe von Krankheiten sind Verän- derungen im Erleben und Verhalten bis hin zu psychischen Störungen gut dokumentiert.
Fallbeispiel Panik mit Herzrasen: Was kam zuerst?
Frieda P. (Name von der Redaktion geändert) ist eine sympathi- sche, lebensfrohe und auffallend reflektierte Frau. Sie ist Nagelde- signerin, 45 und versteht die Welt nicht mehr. Sie sucht mich auf, weil die Ärzte organische Ursachen ihres Unwohlseins ausge- schlossen haben. Sie sei körperlich gesund. Also schickten sie Frieda P. zum Psychotherapeuten zur weiteren Aufklärung. Die Verdachtsdiagnose lautet: Panikattacken.
Die Leidensgeschichte von Frieda P. ist schnell darstellbar. Sie musste unter Corona-Auflagen ihr Nagelstudio schließen und beschäftigte sich in dieser Zeit sehr intensiv mit Haushaltsarbeit. Dabei fiel ihr ganz unerwartet ein altes Fotoalbum in die Hände. Als sie sich die alten Fotos ansah, entwickelte sie unangenehme Gefühle, die eine abrupte Panikattacke verursachten.
Sie verspürte plötzlich Herzrasen, Ohrensausen und Luftnot. Frieda P. erinnert sich auf Nachfrage daran, dass sie in der Vergangenheit schon öfter unter solchen Panikattacken litt, die sich im Grunde auf keinen besonderen Anlass zurückführen ließen. Sie kamen und gingen sehr spontan. Jetzt ist sie aber in die Wechseljahre gekommen und macht sich durchaus Sorgen. Denn ihr ist oft schwindelig, sie leidet unter Herzrasen, unsicherem Gang und Stand, Zittern und Schmerzen in den Handgelenken.
Aus der Familienanamnese erfahre ich, dass sowohl ihre Mutter als auch ihre Schwester an Kreislauf-Dysregulation leiden: Puls und Blutdruck passen sich nicht automatisch an die jeweiligen Erfordernisse an. So führt rasch abfallender Blutdruck, zum Beispiel durch Medikamente, bestimmte Körperhaltungen oder schnelle Positionsänderungen, zu Schwindel und kompensatorischem Herzrasen. Letzteres wird häufig als Panikreaktion interpretiert und kann selbst Panikanfäl- le auslösen.
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