Rastlos erschöpft- Burnout
Sie befinden sich hier: Start Rastlos erschöpft – Burnout EINST GALT ES als Syndrom der hilflosen Helfer: Burnout wurde erstmalig 1974 vom amerikanischen Psychotherapeuten Herbert J. Freudenberger beschrieben. Man schrieb…
Beginnen wir mit einem Experiment:
Man nehme ein Stück Stahldraht und biege es ununterbrochen hin und her. Was passiert mit diesem Draht?
Irgendwann bricht er durch. Auf diese Art und Weise können wir alles zerstören, wir müssen nur über längere Zeit so viel Kraft auf das Ziel ausüben, dass es dieser Belastung auf Dauer nicht standhalten kann. Der Mensch stellt hier keine Aus- nahme dar.
Es gibt eine Vielzahl Faktoren, die dazu führen, dass ein Mensch chronifiziertem Druck ohnmächtig ausgesetzt ist. Dies kann er auf Dauer nicht aushalten. Je länger die Drucksituation anhält, desto weniger Widerstandskraft bleibt ihm. Er wird müde und erschöpft, bis er daran zerbricht. Beschrieben werden hier die Folgen psychischer Traumatisierung. Gunda Chartieu, Fachärztin
für Psychiatrie und Psychotherapie, hat in einem ihrer Artikel die- sen Zustand als „Ermüdungsbruch der Seele“ sehr treffend be- zeichnet [1]. Wichtig in diesem Zusammenhang sind Typ-II-Trau- mata, also andauernde oder sich wiederholende traumatische Er- lebnisse, unter anderem durch Menschen verursachte Traumata wie Folter oder Missbrauch.
Psychische Traumata
Der aus dem Griechischen stammende Begriff „Trauma“ bedeutet wörtlich „Wunde, Verletzung“. Eine traumatische Erfahrung ist eine gravierende seelische Verwundung. Menschen gehen sehr unterschiedlich mit traumatischen Erfahrungen um. Einige können sich mithilfe ihrer inneren Stärke und mit der Unterstützung durch Partner, Familie und Freunde wieder stabilisieren. Andere entwickeln körperliche und psychische Beschwerden. Diese Menschen wurden durch Ereignisse traumatisiert, die so schwerwiegend waren, dass ihre Psyche diese Erfahrungen nicht verarbeiten konnte. Die körperlichen und psychischen Beschwerden treten manchmal direkt nach den Ereignissen auf.
Typischerweise treten sie jedoch nicht direkt nach den ursächlichen Ereignissen auf. Gerade dieser Umstand führt zu unklaren Diagnosen und viel vermeidbarem Leid bei den Patienten. Oft treten die Beschwerden später auf, zum Beispiel, wenn die Betroffenen an das Trauma erinnert werden oder sie erneut stark psychisch belastet werden.
Wenn Menschen deswegen Einschränkungen ihres normalen Lebens erleiden, nennt man das eine Posttraumatischen Belastungsstörung (PTBS). Etwa eine von 50 Personen in Europa leidet im Laufe ihres Lebens an einer Posttraumatischen Belastungsstörung. Das Risiko für Frauen ist hierbei deutlich höher, sie sind etwa doppelt so häufig betroffen wie Männer [2].
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